Widerrufsbelehrung für Warenlieferung: Vorlage kostenlos (Word & PDF)
Widerrufsbelehrung nach dem gesetzlichen Muster (Anlage 1 zu Art. 246a EGBGB) für Online-Shops, mit den Gestaltungshinweisen bereits ausgefüllt.
Einmal die E-Mail-Adresse bestätigen – danach sind alle Vorlagen frei. Kein Konto, keine Zahlung.
Vorschau: Widerrufsbelehrung für Warenlieferung als Muster
Widerrufsbelehrung Widerrufsrecht Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag, [Variante A – eine Ware oder einheitliche Lieferung:] an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die Waren in Besitz genommen haben bzw. hat. [Variante B – mehrere Waren einer Bestellung, getrennt geliefert:] an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die letzte Ware in Besitz genommen haben bzw. hat. [Variante C – eine Ware in mehreren Teilsendungen:] an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die letzte Teilsendung oder das letzte Stück in Besitz genommen haben bzw. hat. [Variante D – regelmäßige Lieferung über einen festgelegten Zeitraum (Abo):] an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die erste Ware in Besitz genommen haben bzw. hat. [Nur die zutreffende Variante stehen lassen, Kennzeichnung „Variante …“ entfernen.] Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns ([Firma / Vorname Nachname], [Straße Hausnummer], [PLZ Ort], Telefon: [Telefonnummer], E-Mail: [E-Mail-Adresse]) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist. [Pflicht, wenn der Vertrag über eine Online-Benutzeroberfläche (Shop, App, Marktplatz) geschlossen wird, § 356a BGB:] Sie können Ihr Widerrufsrecht auch online unter [Internetadresse oder anderer geeigneter Hinweis, wo die Widerrufsfunktion verfügbar ist] ausüben. Wenn Sie diese Online-Funktion nutzen, übermitteln wir Ihnen auf einem dauerhaften Datenträger (z. B. durch eine E-Mail) unverzüglich eine Eingangsbestätigung mit Informationen zum Inhalt der Widerrufserklärung sowie dem Datum und der Uhrzeit ihres Eingangs. [Optional: Sie können das Muster-Widerrufsformular oder eine andere eindeutige Erklärung auch auf unserer Webseite [www.domain.de/widerruf] elektronisch ausfüllen und übermitteln. Machen Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch, so werden wir Ihnen unverzüglich (z. B. per E-Mail) eine Bestätigung über den Eingang eines solchen Widerrufs übermitteln.] Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden. Folgen des Widerrufs Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet. [Nur wenn Sie nicht anbieten, die Waren selbst abzuholen:] Wir können die Rückzahlung verweigern, bis wir die Waren wieder zurückerhalten haben oder bis Sie den Nachweis erbracht haben, dass Sie die Waren zurückgesandt haben, je nachdem, welches der frühere Zeitpunkt ist. Sie haben die Waren unverzüglich und in jedem Fall spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem Sie uns über den Widerruf dieses Vertrags unterrichten, an uns [oder an: [Name und Anschrift der Rücksendestelle / des Fulfillment-Dienstleisters]] zurückzusenden oder zu übergeben. Die Frist ist gewahrt, wenn Sie die Waren vor Ablauf der Frist von vierzehn Tagen absenden. [Variante 1 – Kunde trägt die Rücksendekosten:] Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren. [Variante 2 – Händler trägt die Rücksendekosten:] Wir tragen die Kosten der Rücksendung der Waren. [Variante 3 – Ware kann nicht per Paket zurückgesandt werden (Speditionsware):] Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren. Die Kosten werden auf höchstens etwa [Betrag] EUR geschätzt. [Bei feststehenden Kosten stattdessen: Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren in Höhe von [Betrag] EUR.] [Variante 4 – der Händler holt die Waren ab (z. B. Speditionsware):] Wir holen die Waren ab. Wir tragen die Kosten der Rücksendung der Waren. [Bei Variante 4 den Absatz „Sie haben die Waren unverzüglich … zurückzusenden oder zu übergeben …“ und den Satz zur Verweigerung der Rückzahlung streichen.] [Nur die zutreffende Variante stehen lassen.] Sie müssen für einen etwaigen Wertverlust der Waren nur aufkommen, wenn dieser Wertverlust auf einen zur Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise der Waren nicht notwendigen Umgang mit ihnen zurückzuführen ist. Ausschluss bzw. vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts Das Widerrufsrecht besteht nicht bei Verträgen – zur Lieferung von Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich ist oder die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten sind (§ 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB), – zur Lieferung von Waren, die schnell verderben können oder deren Verfallsdatum schnell überschritten würde (§ 312g Abs. 2 Nr. 2 BGB), – zur Lieferung von Zeitungen, Zeitschriften oder Illustrierten mit Ausnahme von Abonnement-Verträgen (§ 312g Abs. 2 Nr. 7 BGB). Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig bei Verträgen – zur Lieferung versiegelter Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht zur Rückgabe geeignet sind, wenn ihre Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde (§ 312g Abs. 2 Nr. 3 BGB), – zur Lieferung von Waren, wenn diese nach der Lieferung auf Grund ihrer Beschaffenheit untrennbar mit anderen Gütern vermischt wurden (§ 312g Abs. 2 Nr. 4 BGB), – zur Lieferung von Ton- oder Videoaufnahmen oder Computersoftware in einer versiegelten Packung, wenn die Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde (§ 312g Abs. 2 Nr. 6 BGB). [Nur die Ausschlüsse stehen lassen, die im Sortiment tatsächlich vorkommen.] Ende der Widerrufsbelehrung Hinweis zur Einbindung (nicht Teil der Belehrung): 1. Die Belehrung im Bestellablauf vor dem Bestellbutton verlinken und zusätzlich in der Bestellbestätigung per E-Mail oder als PDF mitsenden (dauerhafter Datenträger, spätestens bei Lieferung, § 312f Abs. 2 BGB). 2. Das Muster-Widerrufsformular (Anlage 2 zu Art. 246a EGBGB) als eigenes Dokument beifügen; eine Vorlage dafür ist in der GründerX-Bibliothek enthalten. 3. Fristvariante, Rücksendekosten und Ausschlüsse auf das eigene Sortiment abstimmen; keine Varianten nebeneinander stehen lassen. 4. Bei Bestellungen über Shop, App oder Marktplatz die Widerrufsfunktion nach § 356a BGB einrichten (Schaltflächen „Vertrag widerrufen“ und „Widerruf bestätigen“) und den Pflichtsatz zur Online-Funktion mit der richtigen Adresse stehen lassen. Stand: [Datum] [Firma], [Ort] HINWEIS: Diese Vorlage von GründerX (gruenderx.de) ist ein unverbindliches Muster und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Vor der Verwendung an den Einzelfall anpassen und im Zweifel prüfen lassen.
Die vollständige Vorlage mit allen Abschnitten bekommst du nach Bestätigung deiner E-Mail-Adresse – als Word, PDF oder Text.
Wofür die Vorlage passt
- Online-Shop mit Warenverkauf an Verbraucher (Fernabsatz)
- Verkauf über Marktplätze, wenn dort eine eigene Belehrung hinterlegt werden muss
- Shops mit Teillieferungen, Speditionsware oder regelmäßiger Lieferung (Abo-Box)
- Wenn du prüfen willst, ob deine bestehende Belehrung noch dem aktuellen Muster entspricht
Das steht drin
- 1.Widerrufsrecht mit Fristbeginn (Gestaltungshinweis 1 ausgefüllt)
- 2.Varianten für mehrere Waren, Teilsendungen und regelmäßige Lieferungen
- 3.Kontaktangaben für die Widerrufserklärung (Name, Anschrift, Telefon, E-Mail)
- 4.Folgen des Widerrufs: Rückzahlung, Zahlungsmittel, Zurückbehaltungsrecht
- 5.Rücksendefrist und Rücksendekosten, auch für nicht paketfähige Ware
- 6.Wertersatz bei übermäßiger Nutzung
- 7.Ausschluss und vorzeitiges Erlöschen (§ 312g Abs. 2 BGB)
- 8.Hinweis zur Einbindung mit dem Muster-Widerrufsformular
Das musst du wissen
- Die Belehrung muss dem Kunden auf einem dauerhaften Datenträger (E-Mail, PDF) spätestens mit der Ware zugehen (§ 312f Abs. 2 BGB). Fehlt sie oder ist sie falsch, beginnt die Widerrufsfrist nicht (§ 356 Abs. 3 BGB); das Widerrufsrecht erlischt dann erst 12 Monate und 14 Tage nach Erhalt der Ware (§ 356 Abs. 4 BGB).
- Nur eine Fristvariante verwenden: Entscheide dich je nach Shop für „die Waren“, „die letzte Ware“, „die letzte Teilsendung“ oder „die erste Ware“ und streiche die anderen. Mehrere Varianten in einer Belehrung machen sie unklar und damit unwirksam.
- Wer die Rücksendekosten übernehmen will, ersetzt den Satz „Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung“ durch „Wir tragen die Kosten der Rücksendung der Waren“. Ein Rücksendeetikett ersetzt die Belehrung nicht.
- Die Ausschlüsse nach § 312g Abs. 2 BGB gelten nur, wenn sie tatsächlich zutreffen. Hygieneartikel sind nur ausgeschlossen, wenn sie versiegelt geliefert und die Versiegelung entfernt wurde; „aus hygienischen Gründen keine Rücknahme“ pauschal ist unwirksam.
- Seit dem 19.06.2026 muss jeder Shop, der Verträge über eine Online-Benutzeroberfläche schließt, eine Widerrufsfunktion bereitstellen (§ 356a BGB: „Vertrag widerrufen“, dann „Widerruf bestätigen“, Eingangsbestätigung mit Datum und Uhrzeit). Die Belehrung muss auf diese Funktion hinweisen; die Vorlage enthält den Satz aus dem gesetzlichen Muster.
Stand Oktober 2026. Muster nach deutschem Recht; GründerX ist Software und leistet keine Rechts- oder Steuerberatung.
Wann du ein Widerrufsbelehrung Muster brauchst
Jeder Vertrag, den du mit einem Verbraucher ausschließlich über Fernkommunikationsmittel schließt, also über Shop, E-Mail, Telefon oder Marktplatz, löst ein Widerrufsrecht aus. Du musst den Kunden darüber belehren, bevor er bestellt, und ihm die Belehrung danach in Textform zukommen lassen. Ohne Belehrung läuft die Frist nicht an, der Kunde kann über ein Jahr lang widerrufen und Rücksendekosten bleiben bei dir.
Diese Vorlage ist für Warenlieferungen gedacht: Einzelbestellungen, mehrere Artikel in getrennten Paketen, Teilsendungen und regelmäßige Lieferungen wie Abo-Boxen. Auch auf Marktplätzen, die eine eigene Belehrung des Händlers verlangen, kannst du sie hinterlegen. Für Dienstleistungen, digitale Inhalte oder Verträge außerhalb von Geschäftsräumen gelten andere Gestaltungshinweise, die hier nicht ausgefüllt sind.
Das gehört in eine Widerrufsbelehrung für Online-Shops
Das Gesetz stellt in Anlage 1 zu Art. 246a EGBGB ein Muster bereit, das aus festen Textbausteinen und Gestaltungshinweisen besteht. Die Vorlage füllt diese Hinweise für den Warenversand aus und enthält:
- den Hinweis auf das 14-tägige Widerrufsrecht ohne Angabe von Gründen
- den Fristbeginn in vier Varianten (eine Ware, letzte Ware, letzte Teilsendung, erste Ware bei Abos)
- deine Kontaktdaten für die Widerrufserklärung mit Anschrift, Telefon und E-Mail
- den Hinweis auf das Muster-Widerrufsformular, auf die Online-Widerrufsfunktion nach § 356a BGB und optional auf ein Online-Formular
- die Folgen des Widerrufs: Rückzahlung inklusive Standard-Lieferkosten binnen 14 Tagen
- dein Zurückbehaltungsrecht bis zum Rückerhalt der Ware oder dem Versandnachweis
- die Rücksendefrist und vier Varianten für die Rücksendekosten
- den Wertersatz bei Nutzung über die Prüfung hinaus
- die Ausschlüsse und das vorzeitige Erlöschen nach § 312g Abs. 2 BGB
Am Ende steht ein kurzer Einbindungshinweis, der nicht Teil der Belehrung ist und vor der Veröffentlichung entfernt wird.
Widerrufsbelehrung Muster richtig ausfüllen
Zuerst entscheidest du dich beim Fristbeginn für genau eine der Varianten A bis D. Wer immer alles in einem Paket verschickt, nimmt Variante A. Wer Artikel aus verschiedenen Lagern getrennt versendet, Variante B. Wer eine große Bestellung in Teilen liefert, Variante C, und wer Abos oder regelmäßige Lieferungen verkauft, Variante D. Die übrigen Varianten und die Kennzeichnung in eckigen Klammern löschst du.
Dann trägst du Firma, Anschrift, Telefon und E-Mail ein. Die Anschrift muss die sein, an die ein Brief mit dem Widerruf gehen kann. Schließt du Verträge über Shop, App oder Marktplatz, ist seit dem 19.06.2026 die Widerrufsfunktion nach § 356a BGB Pflicht; dann bleibt der Satz zur Online-Funktion mit der richtigen Adresse stehen. Bietest du zusätzlich ein Webformular an, lässt du den optionalen Satz stehen und musst den Eingang danach tatsächlich bestätigen. Bei der Rücksendeadresse trägst du dein Lager oder den Fulfillment-Dienstleister ein, falls die Ware nicht an deine Firmenanschrift zurückgehen soll.
Bei den Rücksendekosten wählst du Variante 1, wenn der Kunde zahlt, Variante 2, wenn du zahlst, und Variante 3 oder 4 für Speditionsware. Zum Schluss streichst du alle Ausschlüsse, die in deinem Sortiment nicht vorkommen, und ergänzt Datum, Firma und Ort.
Typische Fehler in der Widerrufsbelehrung und ihre Folgen
Der teuerste Fehler ist die veraltete Belehrung. Das gesetzliche Muster wurde mehrfach geändert; wer noch eine Fassung mit alten Fristen, dem Begriff „Widerrufsfrist beträgt zwei Wochen“ oder einem Verweis auf die Rücksendekostenregel von vor 2014 nutzt, belehrt falsch. Die Folge nach § 356 Abs. 3 und 4 BGB: Die Frist beginnt nicht zu laufen, und das Widerrufsrecht erlischt erst zwölf Monate und 14 Tage nach Erhalt der Ware.
Ebenso häufig: mehrere Fristvarianten nebeneinander, weil der Shop „für alle Fälle“ alles stehen lässt. Das macht die Belehrung unklar. Dazu kommen pauschale Ausschlüsse wie „aus hygienischen Gründen keine Rücknahme“ ohne Versiegelung, die Forderung nach Originalverpackung als Bedingung, das Verrechnen von Rücksendekosten ohne Belehrung und ein fehlender Versand der Belehrung in Textform. Ein Link im Shop reicht nicht; die Belehrung muss per E-Mail, PDF oder auf Papier beim Kunden ankommen, spätestens mit der Ware.
Rechtliche Grundlagen des Widerrufsrechts im Fernabsatz
Das Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen folgt aus § 312g BGB in Verbindung mit den §§ 355 ff. BGB. § 355 BGB regelt Frist, Form und Wirkung des Widerrufs, § 356 BGB den Fristbeginn und die Verlängerung bei fehlender Belehrung, die §§ 357 ff. BGB die Rückabwicklung, also Rückzahlung, Rücksendung, Rücksendekosten und Wertersatz. Die Ausnahmen vom Widerrufsrecht stehen in § 312g Abs. 2 BGB.
Was du vor Vertragsschluss mitteilen musst, regelt Art. 246a EGBGB. Dort steht auch, dass du die Informationspflicht zum Widerrufsrecht erfüllst, wenn du das Muster in Anlage 1 richtig ausgefüllt in Textform übermittelst. Diese Vorlage orientiert sich an dem Muster; prüfe trotzdem vor dem Einsatz den aktuellen amtlichen Wortlaut der Anlage 1 zu Art. 246a EGBGB, weil Änderungen des Gesetzgebers unmittelbar in die Belehrung übernommen werden müssen. Die Pflicht, die Belehrung spätestens mit der Ware auf einem dauerhaften Datenträger zu übermitteln, ergibt sich aus § 312f Abs. 2 BGB; die Online-Widerrufsfunktion regelt § 356a BGB.
Wann das Muster allein nicht reicht
Die Vorlage behandelt nur den Warenversand. Verkaufst du zusätzlich Dienstleistungen oder digitale Inhalte wie Downloads, Streaming oder Online-Kurse, brauchst du eine zweite Belehrung mit den passenden Gestaltungshinweisen und die Regel zum vorzeitigen Erlöschen bei Beginn der Ausführung. Bei Verträgen mit Kunden im EU-Ausland gelten die Regeln des jeweiligen Landes zusätzlich, oft mit eigenen Sprach- und Formvorgaben.
Auch bei Mischbestellungen aus Waren und Dienstleistungen, bei Finanzierungskauf, bei Ratenzahlung über einen Zahlungsdienstleister und bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen (Messen, Haustür) solltest du eine Fachperson einbeziehen. GründerX stellt Software und Vorlagen bereit, keine Rechtsberatung. Wenn du unsicher bist, ob deine Belehrung zu deinem konkreten Versandablauf passt, lohnt sich die einmalige Prüfung durch einen Anwalt oder einen Abmahnschutz-Dienst; die Kosten sind geringer als eine einzige Abmahnung.