Ordentliche Kündigung eines Dauervertrags: Vorlage kostenlos (Word & PDF)
Kündigungsschreiben für Software-Abos, Telefon- und Internetverträge, Dienstleister und Mitgliedschaften zum nächstmöglichen Termin, mit Widerspruch gegen Weiterbelastung.
Einmal die E-Mail-Adresse bestätigen – danach sind alle Vorlagen frei. Kein Konto, keine Zahlung.
Vorschau: Ordentliche Kündigung eines Dauervertrags als Muster
[Firma / Vorname Nachname] [Straße] [PLZ Ort] [Telefon], [E-Mail-Adresse] [Anbieter / Firma] [Kundenservice / Vertragsverwaltung] [Straße] [PLZ Ort] [Ort], den [Datum] Kündigung des Vertrags [Bezeichnung, z. B. „Software-Abo [Produkt]“ / „Mobilfunkvertrag“ / „Mitgliedschaft“] Vertragsnummer / Kundennummer: [Nummer] [Rufnummer / Vertragskonto / E-Mail-Adresse des Nutzerkontos: [Angabe]] Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit kündige ich den oben bezeichneten Vertrag [fristgerecht zum [Datum] / zum nächstmöglichen Zeitpunkt]. Sollte der von mir genannte Termin nicht der nächstmögliche sein, gilt die Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Bitte teilen Sie mir dieses Datum mit. Ich bitte Sie, mir den Eingang der Kündigung und das Datum des Vertragsendes innerhalb von [14] Tagen schriftlich oder per E-Mail an [E-Mail-Adresse] zu bestätigen. Einer stillschweigenden Verlängerung des Vertrags, Angeboten zur Vertragsfortführung sowie einer Weiterbelastung meines Kontos [IBAN, letzte vier Stellen: [XXXX]] oder meiner Kreditkarte über das Vertragsende hinaus widerspreche ich ausdrücklich. Das erteilte SEPA-Lastschriftmandat widerrufe ich mit Wirkung zum Vertragsende. Beträge, die nach dem Vertragsende abgebucht werden, lasse ich zurückbuchen bzw. fordere sie zurück. [Bei Telefon- und Internetverträgen: Die Rufnummer [Nummer] möchte ich [zu einem neuen Anbieter mitnehmen / nicht mitnehmen]. Bitte übersenden Sie mir die für die Portierung erforderlichen Daten und bestätigen Sie, dass die Rufnummer bis zur Portierung erreichbar bleibt.] [Bei Software- und Cloud-Diensten: Bitte nennen Sie mir, bis wann ich meine Daten exportieren kann, und bestätigen Sie die anschließende Löschung meiner personenbezogenen Daten (Art. 17 DSGVO), soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht besteht.] [Bei Mitgliedschaften: Bitte bestätigen Sie, dass ab dem Vertragsende keine Beiträge mehr anfallen, und überweisen Sie ein etwaiges Guthaben auf das Konto [IBAN].] Hinweis zur Form: Diese Kündigung ist in Textform erklärt. Soweit Ihre AGB für die Kündigung eine strengere Form vorsehen, ist eine solche Klausel gegenüber Verbrauchern unwirksam (§ 309 Nr. 13 BGB). [Bei Online-Verträgen als Verbraucher: Die Kündigung habe ich zusätzlich am [Datum] über Ihre Kündigungsschaltfläche nach § 312k BGB erklärt; die Bestätigung liegt mir vor.] Mit freundlichen Grüßen ______________________________ [Vorname Nachname] [ggf. Firma und Funktion] HINWEIS: Diese Vorlage von GründerX (gruenderx.de) ist ein unverbindliches Muster und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Vor der Verwendung an den Einzelfall anpassen und im Zweifel prüfen lassen.
Die vollständige Vorlage mit allen Abschnitten bekommst du nach Bestätigung deiner E-Mail-Adresse – als Word, PDF oder Text.
Wofür die Vorlage passt
- Du willst ein Software-Abo, einen Mobilfunk- oder Internetvertrag, eine Mitgliedschaft oder einen Wartungsvertrag beenden
- Du kennst das genaue Vertragsende nicht und willst trotzdem rechtssicher zum nächstmöglichen Termin kündigen
- Der Anbieter soll den Eingang bestätigen und nach Vertragsende nichts mehr abbuchen
- Du willst Rufnummer, Daten oder Guthaben beim Wechsel sichern
Das steht drin
- 1.Briefkopf mit Vertrags- und Kundennummer
- 2.Kündigungserklärung zum Datum oder zum nächstmöglichen Zeitpunkt
- 3.Bitte um schriftliche Bestätigung mit Frist
- 4.Widerspruch gegen stillschweigende Verlängerung, Rückgewinnungsangebote und Weiterbelastung; Widerruf des SEPA-Mandats
- 5.Zusatzbausteine für Telefon/Internet (Rufnummernmitnahme), Software/Cloud (Datenexport, Löschung) und Mitgliedschaften (Guthaben)
- 6.Hinweis auf Textform (§ 309 Nr. 13 BGB) und Kündigungsbutton (§ 312k BGB)
- 7.Unterschrift
Das musst du wissen
- Kündigungsfrist und Laufzeit stehen im Vertrag oder in den AGB. Für Verbraucherverträge, die seit dem 01.03.2022 geschlossen wurden, gilt: Nach der Erstlaufzeit verlängert sich der Vertrag nur auf unbestimmte Zeit und ist mit höchstens einem Monat Frist kündbar (§ 309 Nr. 9 BGB). Für dich als Unternehmer gilt das nicht automatisch; dort zählt, was im Vertrag steht.
- Textform heißt: E-Mail, Kontaktformular oder Kündigungsbutton genügen. Eine AGB-Klausel, die von Verbrauchern Schriftform mit Unterschrift verlangt, ist unwirksam (§ 309 Nr. 13 BGB). Gegenüber Unternehmern kann eine Schriftformklausel wirksam sein, dann lieber per Brief kündigen.
- Beweise den Zugang: Einschreiben mit Rückschein, Fax mit Sendebericht oder Screenshot der Kündigungsbestätigung des Kündigungsbuttons. Ohne Nachweis kann der Anbieter behaupten, nichts erhalten zu haben, und ein weiteres Jahr abrechnen.
- Die Kündigung endet nicht die Zahlungspflicht für die Restlaufzeit. Wer aus wichtigem Grund (§ 314 BGB) sofort raus will, etwa bei dauerhaft nicht erbrachter Leistung, muss das ausdrücklich erklären und vorher in der Regel abmahnen.
Stand Oktober 2026. Muster nach deutschem Recht; GründerX ist Software und leistet keine Rechts- oder Steuerberatung.
Wann du dieses Kündigungsschreiben brauchst
Jedes Unternehmen sammelt Dauerverträge: das CRM-Abo, das seit dem Pilotprojekt niemand nutzt, der Mobilfunkvertrag für die alte Nummer, die Mitgliedschaft im Netzwerk, der Wartungsvertrag für den Drucker, den es nicht mehr gibt. Jeder davon verlängert sich stillschweigend, wenn du nicht rechtzeitig und in der richtigen Form kündigst.
Diese Kündigung Vorlage ist für genau diese ordentlichen Kündigungen gedacht: Du willst den Vertrag zum nächsten regulären Termin beenden, brauchst keinen Grund und willst sicherstellen, dass der Anbieter den Eingang bestätigt und danach nichts mehr abbucht. Sie passt für Software und Cloud, Telefon und Internet, Mitgliedschaften und Vereine, Dienstleister mit Laufzeitvertrag und Versicherungen mit normaler Kündigungsfrist. Nicht gedacht ist sie für Arbeitsverhältnisse und Mietverträge, die eigene Vorlagen und strengere Formvorschriften haben.
Was in ein Kündigungsschreiben gehört
Eine Kündigung ist wirksam, sobald sie eindeutig ist und zugeht. Damit sie auch im Streitfall hält, enthält die Vorlage:
- Absender mit Anschrift und die Adresse des Anbieters, möglichst mit Abteilung
- Vertragsbezeichnung, Vertrags- und Kundennummer, bei Telefonverträgen die Rufnummer, bei Software die E-Mail des Nutzerkontos
- die Kündigungserklärung zum konkreten Datum und hilfsweise zum nächstmöglichen Zeitpunkt
- die Bitte um Bestätigung mit Frist und Angabe des Vertragsendes
- den Widerspruch gegen stillschweigende Verlängerung, Rückgewinnungsangebote und Weiterbelastung
- den Widerruf des SEPA-Mandats zum Vertragsende
- je nach Vertragstyp den Baustein zu Rufnummernmitnahme, Datenexport und Löschung oder Guthabenauszahlung
- den Hinweis auf die Textform und gegebenenfalls auf die bereits über den Kündigungsbutton erklärte Kündigung
- Datum und Unterschrift
Eine Begründung gehört bewusst nicht hinein; sie ist bei der ordentlichen Kündigung nicht erforderlich und liefert dem Anbieter nur Ansatzpunkte für Rückrufe.
Kündigung Vorlage ausfüllen: Schritt für Schritt
Suche zuerst Vertrag oder AGB heraus und notiere Laufzeit, Kündigungsfrist und die vorgeschriebene Form. Trage Anbieter, Vertragsbezeichnung und alle Nummern ein, die der Anbieter zur Zuordnung braucht. Setze im Kündigungssatz das von dir berechnete Datum ein oder nutze nur „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“, wenn du unsicher bist; der folgende Satz fängt Rechenfehler ohnehin auf. Trage die Bestätigungsfrist und deine E-Mail-Adresse ein. Ergänze beim Widerspruch gegen die Weiterbelastung die letzten vier Stellen der IBAN.
Behalte nur den Zusatzbaustein, der zu deinem Vertrag passt: Rufnummer bei Telefon und Internet, Datenexport bei Software und Cloud, Guthaben bei Mitgliedschaften. Lösche den Hinweis zum Kündigungsbutton, wenn du als Unternehmer kündigst oder den Button nicht genutzt hast. Unterschreibe, wenn du per Brief oder Fax sendest; per E-Mail genügt der Name. Verschicke die Kündigung so, dass du den Zugang beweisen kannst, und lege Sendebeleg und Bestätigung zum Vertrag.
Typische Fehler bei der Vertragskündigung
Erstens: die Frist verrechnet. Viele Verträge verlangen, dass die Kündigung drei Monate vor Laufzeitende zugeht, nicht abgeschickt wird. Rechne vom Zugang zurück und kündige lieber früh; eine zu frühe Kündigung schadet nicht. Zweitens: falscher Kanal. Eine Kündigung im Chat mit dem Support oder als Antwort auf einen Newsletter geht leicht verloren; nutze die im Vertrag genannte Adresse oder den Kündigungsbutton und sichere dir die Bestätigung.
Drittens: kein Zugangsnachweis. Ohne Einschreiben, Faxbericht oder Bestätigungs-Screenshot steht Aussage gegen Aussage, und der Anbieter rechnet ein weiteres Jahr ab. Viertens: Lastschrift einfach widerrufen, ohne zu kündigen. Das beendet nicht den Vertrag, sondern erzeugt Mahngebühren. Fünftens: außerordentlich kündigen wollen, aber ordentlich formulieren. Wenn der Anbieter die Leistung dauerhaft nicht erbringt, musst du das ausdrücklich als Kündigung aus wichtigem Grund erklären und vorher in der Regel abmahnen; dafür ist diese Vorlage nicht gedacht.
Rechtliche Grundlagen: § 312k, § 309 und § 314 BGB
Die ordentliche Kündigung von Dauerschuldverhältnissen richtet sich nach dem Vertrag und den AGB; das Gesetz setzt für Verbraucher Grenzen. Für seit dem 1. März 2022 geschlossene Verträge dürfen AGB gegenüber Verbrauchern nach § 309 Nr. 9 BGB eine Erstlaufzeit von höchstens zwei Jahren und danach nur eine Verlängerung auf unbestimmte Zeit mit einer Kündigungsfrist von höchstens einem Monat vorsehen. § 309 Nr. 13 BGB verbietet AGB-Klauseln, die von Verbrauchern für Kündigungen eine strengere Form als die Textform verlangen; Textform nach § 126b BGB ist zum Beispiel eine E-Mail.
Seit dem 1. Juli 2022 müssen Unternehmer, die Verbrauchern über eine Website entgeltliche Dauerverträge anbieten, nach § 312k BGB eine Kündigungsschaltfläche bereithalten, die zu einer Bestätigungsseite führt; die Kündigung über diesen Weg ist unverzüglich elektronisch in Textform zu bestätigen (§ 312k Abs. 4 BGB). Die Kündigung wird nach § 130 BGB mit Zugang wirksam. Die außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund regelt § 314 BGB, in der Regel nach erfolgloser Abmahnung. Für Unternehmer als Kunden gelten diese Verbraucherschutzregeln nicht automatisch; dort zählt der Vertrag.
Wann diese Vorlage nicht passt
Arbeitsverträge kündigst du nur schriftlich mit eigenhändiger Unterschrift auf Papier, mit gesetzlichen oder tariflichen Fristen und ab einer bestimmten Betriebsgröße mit Kündigungsgrund; dafür gibt es eine eigene Vorlage in der Kategorie Arbeit und Personal. Gewerbemietverträge haben feste Laufzeiten, Schriftformerfordernisse und oft Verlängerungsoptionen, die du nicht mit einem Abo-Kündigungsschreiben beendest. Versicherungen mit Sonderkündigungsrecht nach Beitragserhöhung oder Schadenfall brauchen die Nennung des Anlasses und die Einhaltung der Monatsfrist.
Bei Kreditverträgen, Leasing und Finanzierungen kommen Vorfälligkeitsentschädigungen und gesetzliche Sonderregeln hinzu. Willst du aus wichtigem Grund fristlos kündigen, etwa weil der Anbieter trotz Abmahnung nicht liefert, oder streitet der Anbieter die Wirksamkeit deiner Kündigung ab, hilft ein Anwalt oder die Verbraucherzentrale weiter. GründerX ist Software und keine Rechtsberatung; die Vorlage sichert dir die Form, nicht die Bewertung deines Einzelfalls.